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Elektrifizierung voll im Gange

13. August 2025

«Die Elektrifizierung im Güter- und Personenverkehr ist in vollem Gange», sagt Professor Antonios Papaemmanouil, Institutsleiter der E-Technik an der Hochschule Luzern. Am 10. September wird sich das e-mobile Verkehrsforum im Technopark in Zürich mit den Auswirkungen auf die Logistik befassen.

emobile verkehrsforum 310

Prominente Teilnehmer und Gastreferenten beschreiben die Schritte, die auf dem Weg zu Netto-Null-Zielen und einer nachhaltigeren Zukunft im Transportwesen nötig sind. Im Mittelpunkt stehen dabei die Elektrifizierung und teilweise auch Automatisierung von Logistikzentren, Lastwagen und öffentlichen Betrieben. Zum Laden, Speichern und Fahren gehört natürlich auch ein effizientes Energie- und Datenmanagement. SRF-Moderatorin Monika Schärer führt auf der Bühne zur Entwicklung neuer Technologien, innovativen Geschäftsmodellenund deren Integration in bestehende Energieinfrastrukturen und Betriebsprozesse.

Europaweit an der Spitze

Zum Auftakt berichtet Christoph Schreyer vom Bundesamt für Energie über die Konsequenzen der CO2-Emissions-Vorschriften für schwere Fahrzeuge in Europa und Anreize für effizientere Fahrzeuge. Bei den Neuzulassungen von E-LKW liege die Schweiz europaweit an der Spitze - unter anderem wegen der derzeitigen LSVA-Befreiung.

Neben anderen wird Julian Galonska von Siemens Schweiz sich mit den Herausforderungen befassen, vor denen Logistikunternehmen bei der Elektrifizierung ihrer Nutzfahrzeugflotten stehen – von hoher Anfangsinvestition über begrenzte Netzkapazitäten bis hin zur Sicherstellung eines zuverlässigen Betriebs.

 

emobile verkehrsforum Prof 310A. Papaemmanouil

 

Exemplarisch fährt das Unternehmen Galliker schon heute elektrisch in die Zukunft. «E-Power 2.0» bringt das Unternehmen beim Ausbau auf einen nachhaltigen LKW- Betrieb in die nächste Phase, bekommt Peter Galliker Gelegenheit seine Strategie zu erklären. Schritt für Schritt sollen alle Standorte mit der nötigen Infrastruktur ausgerüstet werden. Ladeinfrastruktur, Batteriespeicher-Systeme sowie eigene Mittelspannungs-Arealnetze sind in Planung. Die nötige Software ermöglicht einen effizienten Betrieb und ein sinnvolles Zusammenspiel zwischen eigenem PV-Strom, Ladeinfrastruktur, Batteriespeicher und Gebäuden.

Unterschiedliche Anforderungen

Robert Bianchetti erklärt, warum viele Schweizer Unternehmen ihre Gütertransportflotten elektrifizieren wollen, sich aber schwertun, die ideale Flottenzusammensetzung und Ladestrategie zu bestimmen, weil eLKW mit widersprüchlichen Anforderungen bezüglich Reichweite, Ladekapazität und Ladezeit konfrontiert seien. Im Forschungsprojekt INFRAS werden in Zusammenarbeit mit zahlreichen Schweizer Logistikunternehmen deren individuelle Anforderungen an die Elektrifizierung ermittelt. Aus diesen Informationen wird eine Reihe von Anwendungsfällen synthetisiert und die Gesamtbetriebskosten, die Umweltauswirkungen, die erforderlichen Ladekapazitäten sowie die Auswirkungen auf die Netze aufgezeigt.

Bianchetti gibt einen Überblick über bestehende Hemmnisse, nationale eLKW-Elektromobilitätsszenarien für die Schweiz, regionalisierte Ladebedarfe auf Nationalstrassen (die als quantitative Grundlage für die geplante Ausschreibung des ASTRA für eLKW-Schnellladestationen dienen) sowie ein parametrisiertes Excel-Tool zur Modellierung der Elektrifizierung von LKW-Flotten, das in einer Fallstudie mit Lidl angewendet wurde.

 

emobile galliker WattdOr tunnel2 310Elektropower-Tunnel bei Galliker in Altishofen

 

Interessant dürfte auch die Präsentation von Matthias Rödter (Verein Swiss Transit Lab). Denn noch vor weniger als zehn Jahren seien die ersten automatisierten Fahrzeuge nicht schneller als im Schritttempo unterwegs gewesen. «Heute steuern Fahrzeuge fahrerlos in den USA und China durch den normalen Verkehr». Wo stehe die Schweiz in der Entwicklung, fragt er? Und was sei das Ziel des Pilotprojekts von Swiss Transit Lab, Kanton Zürich und SBB?

 Das Programm zum Download

 

 








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