Am 28. / 29.Januar öffnet die «Logistics & Automation» in Bern erneut ihre Tore auf der Bernexpo. Die führende Schweizer Fachmesse für (Intra-)Logistik, Fördertechnik sowie Lagerautomation und Peter Spycher, Präsident des Verbands Intralogistik Schweiz (ILS), zeigen künftige Wege der Unternehmenslogistik auf.

Herr Spycher, die «Logistics & Automation» 2026 kehrt nach dem Erfolg mit über 4000 Besuchenden in Zürich nun wieder nach Bern zurück. Was macht den Standort Bern als Plattform für die Intralogistikbranche so besonders und welche strategischen Vorteile bietet der Wechsel zwischen den beiden Wirtschaftszentren?
Spycher: Der Wechsel zwischen Bern und Zürich sorgt dafür, dass die Messe unterschiedliche regionale Zielgruppen erreicht. In Bern begegnen wir verstärkt Besuchenden aus der Westschweiz, während Zürich insbesondere Fachleute aus der Ostschweiz anzieht. Diese Rotation stärkt die gesamtschweizerische Verankerung der Messe und ermöglicht es der Branche, sich in beiden Wirtschaftsräumen gleichermassen sichtbar zu positionieren.
ILS-Präsident P.Spycher.
Trotz gelegentlicher Stimmen, die den Nutzen von Messen infrage stellen, sind wir überzeugt, dass persönliche Begegnungen unverzichtbar bleiben. Der direkte Austausch, das gemeinsame Erleben von Technologien und der spontane Dialog lassen sich digital nicht vollständig ersetzen. Messen bieten einen Raum, in dem Beziehungen entstehen, Innovationen greifbar werden und Vertrauen aufgebaut wird – und genau deshalb werden sie auch künftig ein fester Bestandteil der Branchenkommunikation sein.

Der ILS-Gemeinschaftsstand präsentiert sich 2026 mit rund 20 renommierten Ausstellern – darunter Fanuc Switzerland, Stäubli, Knapp Logistiksysteme GmbH (Schweiz) und TGW Systems Integration. Was erwartet die Messebesuchenden konkret am ILS-Stand und wie unterscheidet sich diese gemeinsame Präsentation von Einzelauftritten?
Der besondere Mehrwert des ILS-Gemeinschaftsstands liegt darin, dass sich führende Unternehmen der Branche gemeinsam präsentieren und damit ein starkes Signal für die Logistik in der Schweiz setzen. Trotz der Wettbewerbssituation stehen die Aussteller hier Seite an Seite.
Gemeinsames Auftreten der Branche
Sie zeigen, dass das wirtschaftliche Wohl der Schweiz und die Weiterentwicklung der Intralogistik über individuellen Interessen stehen. Dieses solidarische Auftreten verleiht dem Verband ILS ein modernes, glaubwürdiges Profil – als neutrale, starke Stimme der Branche.
Fotos: S. Barth / Easyfairs
Der Gemeinschaftsstand wird zugleich zum Treffpunkt für Austausch, Orientierung und Impulse. Besuchende erhalten einen kompakten Überblick über die Innovationskraft der Branche, während die einzelnen Mitgliedsunternehmen ihre neuesten Entwicklungen zusätzlich an ihren eigenen Standorten auf der Messe vorstellen. Dadurch entsteht ein einzigartiger Mix aus gemeinsamer Plattform und individueller fachlicher Tiefe.
Chancen und Diskussionen
Inhaltlich stehen vor allem die Themen KI, Robotik und AGV im Fokus – Technologien, die immer schneller an Bedeutung gewinnen und die Intralogistik nachhaltig prägen. Am ILS-Stand finden Fachgespräche, Demonstrationen und Diskussionen statt, die zeigen, wie diese Lösungen in der Praxis eingesetzt werden können und welche Chancen sie für Unternehmen eröffnen.

Am Gemeinschaftsstand präsentiert der ILS die neuesten Entwicklungen in den Bereichen Robotik, Automatisierung und Lagertechnik. Was ist das Hervorzuhebende an diesem zentralen Hotspot für Intralogistiker?
Auf einer kompakten Fläche können die Besuchenden von Stand zu Stand gehen und erhalten geballte Lösungskompetenz aus erster Hand. Im gemütlichen Kaffeebereich besteht zudem die Möglichkeit für interaktiven Austausch und persönliche Fachgespräche.
Fokus auf dem Ganzen
Besonders hervorzuheben ist, dass selbst direkte Konkurrenzfirmen nebeneinander auftreten und die gleiche Plattform nutzen, ohne dass das wirtschaftliche Eigeninteresse im Vordergrund steht – der Fokus liegt auf der Branche als Ganzem.

Jeder Stand bietet spannende Neuheiten und praxisnahe Lösungen. Autonome mobile Roboter, KI-gesteuerte Lagerverwaltung und digitale Zwillinge prägen die Branchendiskussion. Welche dieser Technologietrends werden auf der «Logistics & Automation» 2026 besonders im Fokus stehen und wo sehen Sie die grössten Innovationspotenziale für Schweizer KMUs?
In der Schweiz ist die Bereitschaft zur Verknüpfung neuer Technologien nahezu immer gegeben. Dadurch können Synergien genutzt und bislang ungenutzte Potenziale gehoben werden. Besonders die Kombination von Robotik mit autonomen Transportsystemen (AGV) gewinnt stark an Bedeutung. Erste Ansätze zeigen bereits, dass Roboter künftig flexibel auf selbstfahrenden Fahrzeugen dorthin gelangen, wo die Arbeit tatsächlich anfällt – anstatt dass die Arbeit zu den Robotern gebracht werden muss.
Weitere Infos
Das Interview und weitere Informationen zur Fachmesse demnächst hier. Der kostenlose Eintritt mit dem Gutscheincode «1600» auf der Website der «Logistics & Automation 2026» ist auch für die parallel stattfindende «Empack» gültig.
Informationen über Easyfairs
In der D-A-CH-IT-Region organisiert Easyfairs u.a. die «all about automation», die KPA Kunststoff Produkte Aktuell, Kuteno, AQUA Suisse, die EMPACK, die FMB, die Logistics & Automation, die SEAQUIP, die maintenance, die PUMPS & VALVES, die RECYCLING-TECHNIK und die SOLIDS, die COILTECH sowie die EPHJ.
Die Easyfairs Gruppe beschäftigt 870 hochengagierte Talente, setzt die besten Marketing- und Technologie Tools ein und entwickelt Marken mit einer starken Anziehungskraft für unsere Stakeholder. Deloitte hat Easyfairs 2025 zum siebten Mal in Folge den Status «Best Managed Company» verliehen.

















