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Augen und Ohren der Intralogistik
10. Februar 2026
In Security-Anwendungen, bei automatisierter Identifikation und autonomen Prozessen sind Sensorik, Bilderfassung und die (Echtzeit-)Verarbeitung der erfassten Daten wichtige Technologien. Mit aktuellen Lösungen erschliessen zahlreiche Aussteller der LogiMAT 2026 ein breites Spektrum.
Perfektioniert – aber unfähig zum Wandel?
09. Februar 2026
Der Ansatz erinnert an Zeiten, in denen Automatisierung nicht nur als teuer, sondern durch bis auf das letzte Prozent ausgereizte Optimierung oft auch als veränderungsunfähig galt. Heutige Systeme punkten, u.a. per KI, mit Anpassungsfähigkeit. Denn «zuviel» Effizienz kann den Wandel auch blockieren. Sagt Ben Schulz.
Gleich zwei auf einen Streich
09. Februar 2026
Nach der Produktionsstätte für Geschirrspüler des BSH (vormals Bosch und Siemens) Hausgeräte-Herstellers in der bayerischen Gemeinde Dillingen soll TGW nun in Nürnberg bis Mitte 2028 ein Shuttle-Lager in Silobauweise für die Ersatzteilversorgung mit anspruchsvoller Konstruktion realisieren.
«007» im Visier der Lagertechnik
06. Februar 2026
Thilo Jörgl, Manager des Test Camp Intralogistics, erläutert im Gespräch, was die Veranstaltung am 15. und 16. April in der Westfalenhalle von Messen unterscheidet, welche Highlights geboten werden und warum der 33. Deutsche Materiafluss-Kongress aus Bayern in den Ruhrpott verlagert wurde.
Rekordwerte in Parkstein
05. Februar 2026
Automatisierungs-Spezialist Witron meldet ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2025. Aufgrund neuer Projekte mit Lebensmittel-Einzelhändlern aus Europa und Nordamerika sei mit mehr als 2 Mrd. Euro der bislang höchste Auftragseingang der Firmen-Historie verzeichnet worden.
«Eyecatcher» und Robotrebellen
05. Februar 2026
Die Autonome Intralogistik mit fahrerlosen Systemen, Shuttles und autonomen mobilen Robotern (AMR) entwickelt sich rasant weiter bis hin zu humanoiden Systemen. An der LogiMAT 2026 sollen als «Eyecatcher» bereits die nächsten Entwicklungsstufen zu sehen sein.
«Raum für weiteren Sachverstand»
04. Februar 2026
In einer Sitzung des deutschen Bundeskabinetts wurde heute Grünes Licht für die Besetzung des Aufsichtsrates der Deutschen Bahn gegeben. Von seiten des Verkehrministeriums hiess es, man schaffe «Raum für weiteren (externen) Sachverstand» – mit Christoph Franz, Birgit Bohle und Elisabeth Lepique.
Stadlerrail besetzt Verwaltungsrat neu
04. Februar 2026
Im Mai werden bei der Generalversammlung des Bahnherstellers Christoph Franz und Wojciech Kostrzewa nicht mehr zur Wahl antreten. Sabrina Soussan und Michael Schöllhorn, die im Bereich der Mobilität und des Projektmanagements als sehr erfahren gelten, sollen nachrücken.
Ferag: Überkopf im Mittelpunkt
04. Februar 2026
Anlässlich der LogiMAT (24. bis 26. März, Stuttgart) zeigen die Fördertechnik-Spezialisten der Ferag Sortiersysteme, die gleichzeitig als Pufferlager dienen, energieeffiziente Anlagen für die Warenbeförderung über längere Strecken und weitere Software-Lösungen über das hauseigene «ferag.doWarehouse» hinaus.
Schallprognosen für die Nachtlogistik
03. Februar 2026
Bei einem Anwendertag des Fraunhofer IML ging es im zurückliegenden Herbst um «Geräuscharme Logistik». Jetzt befasste sich ein Think Tank für Mobilität, Transport & Logistik, ein Innovations-Zirkel der Logistik-Initiative Bayern, noch einmal speziell mit «Geräuscharmer Nachtlogistik».
Augen und Ohren der Intralogistik
WAGNER Schweiz AG
Augen und Ohren der Intralogistik
10. Februar 2026
In Security-Anwendungen, bei automatisierter Identifikation und autonomen Prozessen sind Sensorik, Bilderfassung und die (Echtzeit-)Verarbeitung der erfassten Daten wichtige Technologien. Mit aktuellen Lösungen erschliessen zahlreiche Aussteller der LogiMAT 2026 ein breites Spektrum.
Foto:Vetter
«Sensoren und Bilderfassung sind die Sinnesorgane der Intralogistik und der industriellen Produktion», bekräftigt LogiMAT-Messeleiter Michael Ruchty. «Die erfassten Daten steuern Maschinen, Anlagen und fahrerlose Transportprozesse und bilden die Basis für die digitale Transformation.» Das Spektrum reicht von der Vermessung über die Lokalisierung, Inventurzählung und Zustandserfassungen bis hin zu Tracking-Anwendungen nebst entsprechenden Prozessoptimierungen.

Infolge dessen verzeichnet dem Trendbarometer des Branchenverbands AIM-D zufolge nahezu jedes vierte AutoID-Unternehmen (23 Prozent) eine verstärkte Nachfrage allein im Technologie- Bereich Sensorik. Und: Die Zusammenführung von Daten einzelner, dem Materialfluss angehörigen Sensoren, die so genannte Sensorfusion, steigert «Genauigkeit, Flexibilität und Sicherheit – jene Eigenschaften, die von einem innovativen und effizienten Materialfluss gefordert werden», heisst es beim Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik IML zum Thema. Welche konkreten Anwendungsoptionen und Effizienzsteigerungen die jüngsten Entwicklungem bieten, wird sich Ende März auf der LogiMAT 2026 zeigen.
Foto: LogiMAT / Euroexpo
So verdeutlicht Imago Technologies (Halle 2, Stand 2A30) mit vorgestellten Szenarien, wie sich Bildverarbeitung ausgelegt auf Dauerbetrieb, wechselnde Formate und reale Prozessgeschwindigkeiten, stabil in bestehende Logistik-Automatisierung integrieren lässt und mit KI-Vision neue Effizienzpotenziale erschliesst. Das Unternehmen sieht Bildverarbeitung und KI- gestützte Vision-Systeme als zentrale Enabler für eine robuste, skalierbare Logistik Automatisierung.
Echtzeit-Vermessung
Die AKL-tec GmbH (Halle 4 / Stand 4C12) zeigt vor Ort mit einem System zur automatischen Paletteninspektion, wie moderne Bildverarbeitungssysteme und KI-gestützte Analyseverfahren dazu beitragen können, Klasse-C-Paletten zuverlässig zu identifizieren und aus dem Umlauf zu nehmen. Die gewonnenen Daten sollen als Basis für durchgängige, digital gesteuerte Logistikprozesse dienen und sich nahtlos in bestehende IT-, ERP- und Lagerverwaltungssysteme integrieren lassen.
M.Ruchty
Auf der Galerie in Halle 1 (Stand: 1GA55) demonstriert die griechische Progressive Robotics PC, wie sich physische KI für die Automatisierung der Gemischtpalettierung nutzen lässt. Die gezeigten Lösungen sind darauf ausgelegt, Kartons unterschiedlicher Grössen, Gewichte und SKUs innerhalb derselben Palette zu verarbeiten – ohne Vorsortierung, Unterbrechungen oder aufwendige Konfigurationen. Durch den Einsatz von 3D-Vision zur Echtzeit-Vermessung passt sich das System kontinuierlich an den eingehenden Produktfluss an. Vordefinierte Muster und manuelle Eingriffe werden dadurch überflüssig.
Der niederländische Systemintegrator Inther Group (Halle 5, Stand 5D33) präsentiert das integrierte stand-alone Mess- und Wiegesystem Cubiscan 325. Es übernimmt vollautomatische, schnelle und vor allem ultrapräzise Stammdatenerfassung von regelmässig und unregelmässig geformten Artikeln und Objekten wie Paletten, Kartons, losen Produkten und Polybeuteln.
Helios2 3D Time-of-Flight Kamera
Die Cubiscan-Systeme werden über eine Datenschnittstelle direkt mit Lagerverwaltungssystemen (WMS) oder Datenbanksystemen verbunden, sodass die Daten sofort verfügbar sind. Damit lässt sich Lagerraum effizienter nutzen und die höhere Messgenauigkeit sorgt für geringere Verpackungs- und Versandkosten.
Im Bereich der Flurförderzeuge präsentiert Vetter (Halle 10, Stand 10A11) mit intelligenten Gabelzinken die weiterentwickelte SmartFork-Technologie. Die bietet einen einzigartigen Blick «durch» die Gabelzinken und damit direkt vor die aufgenommene Last. Um das Sichtfeld des Staplerfahrers zu verbessern, sind die Hubaufnahmemittel mit Kamera-, Sensor- und LED-Technik ausgestattet.
Auf den Zinken genommen
Als Neuheit wird die Kombination mit modularen, nachrüstbaren Kamerasystemen am Stapler, wie Rückfahr- / Träger- oder Mastkameras vorgestellt. Mehrere Perspektiven werden auf einem Monitor in der Fahrerkabine zusammengeführt, sodass Hindernisse und Personen frühzeitig erkannt werden. Für automatisierte Logistikprozesse zeigt Vetter überdies mit SmartFork AGVready speziell entwickelte Sensorgabelzinken für Fahrerlose Transportfahrzeuge (FTF/AGV).
Die Multiway Robotics Ltd. (Halle 8, Stand 8F79) aus Shenzhen stellt mit dem MW-SL14 einen hochflexiblen automatischen Hochhubstapler vor. Mithilfe einer KI-basierten 3D-Visionkamera erkennt das Gerät Palettenlage, Lastpräsenz und Ausrichtung und richtet sich automatisch an variierenden Palettentypen, Regalhöhen und Abstellpositionen aus. Zur Erhöhung der Betriebssicherheit verfügt der automatisierte Gabelstapler über einen 360°-Multisensorschutz mit akustischer, visueller, taktiler und umgebungsbasierter Wahrnehmung.
Vision-System im Gartenbau
Die tbm hightech control GmbH (Halle 10, Stand 10B05) kommt mit sensorbasierten Sicherheits- und Assistenzsystemen für Flurförderzeuge nach Stuttgart. Mit nur einem einzigen Radarsensor überwacht die Rückraum-Warneinrichtung RRW-207 den Rückraum von Staplern. Zusätzlich kann die RRW-207 auch als intelligenter Unterfahrschutz für Mezzanine und Emporen eingesetzt werden. Durch den nach oben geneigten Radarsensor erkennt das System dabei zuverlässig das Einfahren unter die Empore und reduziert automatisch die Fahrzeuggeschwindigkeit. Dank des breiten Detektionsfeldes werden typische Zwischenräume oder Höhenversätze sicher überbrückt.
Intelligenter Unterfahrschutz
Toyota präsentiert mit dem Operation Detection Assist (ODA) einen serienreifen Fussschutzsensor für Mitgängergeräte. Das im Vorjahr als Studie vorgestellte System erkennt ähnlich einer Park- Distanz-Kontrolle im Pkw, wenn sich der Fuss der Bedienperson zu nah am Geräterahmen befindet, und bremst das Fahrzeug automatisch ab. Drahtlose Identifikation und integrierte Sensorik für moderne Sicherheitsfunktionen stehen im Fokus von microsensys. Die gezeigten Telid 3x2-Datenlogger etwa kombinieren neueste Sensortechnologie mit bewährter Elektronik. Sie erfassen Temperatur, Druck, Feuchtigkeit, Schock oder Neigung.
Safety-Sensorik für automatisierte Intralogistik, insbesondere für den Einsatz in fahrerlosen Transportfahrzeugen (AGVs), stellt TWK-Elektronik vor. Als Messe-Highlight annonciert das Unternehmen den Safety Ring Encoder. Er vereint zwei zentrale Funktionen in einem Gerät. Er liefert eine hochdynamische Erfassung von Position und Geschwindigkeit und weitere Schnittstellen für die Motor-Feedback-Regelung. Lucid Vision Labs zählt zu den führenden Entwicklern und Herstellern industrieller Kameras. Auf der LogiMAT 2026 präsentieren die Kanadier ihre neuesten 3D- und HDR-Bildgebungs- Technologien.
Panomera V8. Foto: Dallmeier
Für den zuverlässigen 24/7-Dauerbetrieb in anspruchsvollen Industrieumgebungen ist unter anderem die Helios2 3D Time-of-Flight Kameraserie ausgelegt. Sie eignet sich ideal für Anwendungen in der Robotik, 3D-Inspektion und Logistik, darunter Materialhandling, Pick-and- Place, Sortierung, Palettierung und Depalettierung sowie Volumenmessung. Ausgestattet mit Sonys IMX556PLR Time-of-Flight Sensor und dem robusten IP67 Factory-Tough-Design von Lucid liefern Helios2 Kameras hochpräzise 3D-Tiefendaten mit Submillimeter-Genauigkeit.
Rundum im Bilde
Auf dem Gemeinschaftsstand des Clusters Mobility & Logistics (Halle 4, Stand 4D53) zeigen Experten von Dallmeier mit der neuen Panomera V8 eine hochperformante Kameralösung für weitläufige Logistikareale. Mit nur einem System ermöglicht sie eine durchgängige 180°-Übersicht ohne tote Winkel.
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