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Haarscharf die Kurve genommen
29. April 2026
Die Hupac will mit der vermehrten Nutzung des linksrheinischen Korridors und der digitalen Transformation der intermodalen Transportkette wieder mehr Güter auf die Schiene bringen. Immerhin wurde jetzt das Geschäftsjahr 2025 mit 3,5 Mio. Franken Gewinn abgeschlossen, das Transportvolumen stieg um 4,3 Prozent.

Top-Retrofit des «WM-Lagers»
29. April 2026
2007 gewann die deutsche Frauen-Nationalmannschaft die Fussball-WM und Apple präsentierte sein erstes iPhone. Für KWM Weisshaar war das Jahr mit dem Bau einer neuen mehrstöckigen Produktions-Halle mit dem Pufferlager Unigrip von Kasto verbunden. Jetzt stand ein Retrofit an, das reibungslos umgesetzt wurde.

Neubau mit Signalwirkung
28. April 2026
Kein «Leuchtturm» im eigentlichen Sinne, aber doch ein Bauvorhaben, das in seinen Dimensionen, der architektonischen Ausführung wie auch der künftigen Funktion Signalwirkung hat, entsteht nun mit dem Spatenstich zur Verdopplung der Bürokapazitäten von TGW Logistics für rund 50 Mio. Euro am Hauptstandort in Marchtrenk.

GS1 Excellence Day im StageOne
28. April 2026
Prominente Programmpunkte aus der gesamten Welt der Logistik, Wirtschaft, Wissenschaft und Technologie treffen am 18. Juni beim Excellence Day von GS1 Switzerland an der StageOne in Zürich-Oerlikon aufeinander. Im Mittelpunkt stehen die datengetriebene Intelligenz und nachhaltige Supply Chains.

Vis-à-vis in Duisburg
27. April 2026
Direkt vis-à-vis seiner Europazentrale feiert Clark mit der offiziellen Einweihung seiner Räumlichkeiten im Businesspark Asterlagen den Ausbau seines Direktvertriebs in Duisburg. Die «Niederlassung West» soll als «exklusive Schnittstelle» das Marktpotenzial vor Ort vorantreiben.

Neue Jagd auf Bestzeiten
24. April 2026
Bei Linde Material Handling in Deutschland startet wieder die StaplerCup-Saison. Für erfahrene Stapler-Piloten und engagierte Newcomer sind ab sofort Anmeldungen möglich, um sich an über 20 Austragungsorten im In- und Ausland zu qualifizieren. Finale ist im Oktober wieder in Aschaffenburg.

Kemaro gründet US-Tochter
24. April 2026
«Die USA sind kein Experiment mehr; sie sind unser nächster grosser Umsatzmotor», heisst es beim in Eschlikon beheimateten Hersteller von Reinigungs-Robotern Kemaro. Das Unternehmen hat bereits über 1500 Robots an mehr als 600 Industriekunden weltweit verkauft. Mit 5 Mio. US Dollar an frischem Kapital soll es nun in die nächste Runde gehen.

SVTL tagt vor historischer Kulisse
24. April 2026
Die Generalversammlung des Schweizerischen Verbands für Temperaturgeführte Logistik befasst sich am 8.Mai auf Schloss Lenzburg neben den üblichen Traktanden mit Personal-Management, zeitgemässer Werbung um Fachkräfte auf Social Media und der Frage, ob humanoide Roboter irgendwann hilfreich sein werden.

Logistiker: «Meister im Austarieren von Ungewissheiten»
24. April 2026
Vorbei sind die Jahre beliebig ausgedehnter Lieferketten. Globale Just-in-Time-Lieferketten sind heute nur noch eine von vielen Optionen. In Krisenzeiten müssen sie resilienter sein. Mit neuen Führungs-Strategien befasste sich der 20. Logistiktag der Kühne Logistics University (KLU) in Hamburg.

Neue Chancen mit «GreyMatter»
23. April 2026
«50 Shades of Grey» ist ein mässig langweiliger Kinostreifen zu Teenie-Phantasien über den ersten Sex mit dem anderen Geschlecht. Für manchen aufregender dürfte «Grey Orange» sein: Ein globaler Anbieter von KI-gestützter Software für Lagersteuerung und Bestandsmanagement, von dessen «GreyMatter»-Software jetzt Dematic profitieren will.
Rasante Zyklen für die Postlogistik
WAGNER Schweiz AG
Rasante Zyklen für die Postlogistik
06. Mai 2025

Die Schweizerische Post ist stark darin, Geschäftskunden neben der regulären Paketlogistik zusätzliche Lösungen anzubieten. Unter anderem in Villmergen, wo in den zurückliegenden Jahren knapp 140 Mio. Franken investiert wurden, um den Standort zum grössten und modernsten Logistikzentrum der Post auszubauen.
Bei der Sicherung der eingelagerten Güter, der Senkung der Energieverbräuche und gleichzeitigen Beschleunigung des Waren-Umschlags spielt die Tortechnik eine wichtige Rolle. Das neue Logistikzentrum wird die Lagerkapazität für Spitallogistikgüter, empfindliche Ware und den Online-Handel von bislang 20.000 auf 57.000 Quadratmeter verdreifachen.
EFA-SRT MS: bis zu 2 m/s und sieben Zyklen pro Minute.
Es ist nicht nur auf zuverlässige Temperatur-Verhältnisse, sondern auch auf Brandschutz-Vorkehrungen beispielsweise durch Sauerstoff-Reduzierung angewiesen. Im intralogistischen Bereich stellt Efaflex unter Regie von Generalunternehmer Swisslog die Tortechnik bereit.
Ein Rundgang in Villmergen zeigt die Dimensionen des Projekts, dessen Ausstattung über den Tag hinaus auf die Grössenordnungen verweist, denen hier künftig Rechnung getragen werden muss.
Alles aus einer Hand
Swisslog zeichnet neben der Installation eines automatischen Hochregallagers (HRL) mit 23.000 Paletten-Stellplätzen, einem automatischen Mittelteilelager mit 20‘000 Tablaren sowie dem automatisierten AutoStore-Kleinteilelager inklusive Materialflusssteuerung für 125.000 Behälter samt MFR-Modul der Software SynQ verantwortlich. Ein Auftrag, der allein in der Intralogistik rund 40 Millionen Schweizer Franken umfasst.
L.Büchi, M.Flory
Im Detail kommt angesichts der in verschiedenen Bereichen des Hallenkomplexes unterschiedlichen Anforderungen für insgesamt 27 Tore der Erfahrungsschatz der Industrietor-Spezialisten von Efaflex zum Zuge. Bei innerbetrieblichen Transporten wie auch an der Rampe geht es eben nicht nur dem erwähnten Schutz vor zu starken Temperatur-Schwankungen, sondern angesichts der Verwendung von mit Schutzgasen verbundenen Lösungen auch um den generell auf ein geringstmögliches Mass minimierten Luftaustausch zwischen den Lagerbereichen.
Am HRL wurde bewusst keine Sprinkleranlage eingebaut, sondern auf eine Inertisierung vertraut. Der dafür benötigte Stickstoff wird vor Ort produziert. Für Mitarbeitende ist der erhöhte Stickstoffgehalt unbedenklich.
Paletten-Einfahrt zum Hochregallager.
Durch die Sauerstoffreduktion entspricht die Luft in diesen abgeschlossenen Bereichen einem alpinen Klima auf ungefähr 4000 m über Meer. Was rein gesundheitlich auch für zeitlich begrenzte Wartungseinsätze kein Ausschlusskriterium darstellt.
Wertvolle Dienste leisten die Schnelllauf-Spiraltore vom Typ EFA-STT, von denen drei Tore am Hochregallager im Erdgeschoss und vier kleinere Tore mit geringerer Tordimension, aber derselben Grundkonstruktion am AutoStore-Zugang im 3. Obergeschoss verbaut wurden. Bei den Spiraltoren wird das Torblatt nicht auf einer Welle aufgewickelt, sondern von der spiralförmigen Führung platzsparend auf Abstand gehalten. Dadurch sind sie leise, nahezu verschleissfrei und extrem schnell. Die Anforderungen der Post sind – zumal durch den hochleistungsfähigen AutoStore-Betrieb hoch: 249.500 Zyklen im Jahr sind zu bewältigen. Das passt: Die SST-Schnelllauftore sind serienmässig auf 250.000 Lastwechsel pro Jahr ausgelegt.
Bewusst keine Sprinkleranlage, sondern sauerstoffreduziert.
Die Tore werden bei Bedarf auf die speziellen Bedürfnisse vor Ort konfiguriert, und müssen bezüglich Luftdurchlässigkeit bei geschlossenem Zustand der DIN 12426 genügen. «Der grosse Vorteil bei Efaflex ist», sagt Projektleiter Lukas Büchi, «dass bei uns von der Beratung über die Montage bis hin zum Schaltschema für die elektronischen Rückmeldungen an die übergeordnete Steuerung, alles aus einer Hand kommt». Rund 50 Ingenieure sind bei Efaflex vom deutschen Hauptsitz und zahlreichen Niederlassungen aus kontinuierlich mit Anpassungen, Optimierungen und individuellen Konfigurationen der Kundschaft befasst. In speziellen Umgebungen, wie beispielsweise sauerstoffreduzierter Umgebung, können die Tore so programmiert werden, dass beim Öffnen verschiedene Öffnungshöhen angefahren werden und den Austausch sauerstoffreduzierter Luft auf ein Maximum reduzieren.
Sensortechnik am EFA-SRT MS.
Um Werte für den, wenngleich reduzierten, aber natürlich immer noch auftretenden Luftmassen-Austausch, wie auch grundsätzlich die Funktionstüchtigkeit und Dichtigkeit in unterschiedlichen Luftdurchlässigkeits-Klassen zu prüfen, werden mit Ventilatoren «Blower-Door-Tests» (in der Regel mit 50 Pascal Luftdruck-Differenz) durchgeführt, welche die Austauschrate in Kubikmetern pro Stunde auf das Gesamtgewerk angeben. (In Tiefkühlbereichen ermöglichen Tore wie das EFA-SST TK-100, die die Lamellen in geschlossenem Zustand an die Tordichtung anpressen, sogar eine nahezu hermetische Abdichtung).
Auch bei den Maschinenschutztoren verlassen sich Swisslog und die Post mit 20 Schnelllauftoren vom Typ EFA-SRT MS, die am Hochregallager auf fünf Etagen arbeiten und auf Geschwindigkeiten bis zu 2 m/s (1,8 m/s) sowie bis zu sieben Zyklen pro Minute ausgelegt sind, auf Efaflex.
Paletteneinfahrt am HRL
Das effektive und effiziente Zusammenwirken von Steuerungs- und Softwaresystemen, Förder- und Lagertechnik sowie Planung und Prozessgestaltung sind hier von zentraler Bedeutung. Die Tor-Steuerung arbeitet auf Performancelevel PL «d», der für sicherheitsrelevante Bereiche gilt. Die Frequenzumrichter-Steuerung, der funktional angepasste Aufsteckantrieb mit zusätzlicher Getriebebruchsicherung und ein Absolutwertgeber sichern die hohe Taktung.
Weit über den Tag hinaus
Grundsätzlich verfügt das EFA-SRT MS über eine Sicherheitskontaktleiste in der Hauptschliesskante sowie eine zusätzliche Lichtschranke. Erkennt die Lichtschranke eine Person oder ein Hindernis in der Schliessebene wird das Zufahren des Torblattes gestoppt, bevor überhaupt ein Kontakt stattfindet. Die Tore können zudem durch eine «Head-Safe-Option» auf der Bedienerseite durch ein zusätzliches Sicherheitslichtgitter ergänzt werden.
Schnelllauf-Spiraltor EFA-STT im 3.OG
Swisslog-Projektmanager Mario Flory ist zufrieden. «Wir haben bekommen, was wir uns vorgestellt haben», versichert er. Vor Ort sind kontinuierlich vier bis fünf Service-Mitarbeitende des Hauptauftragnehmers verfügbar. Efaflex ist vom Schweizer Standort in Dietikon aus innerhalb kürzester Zeit zur Stelle, falls es – was alle Beteiligten durch qualitativ hochwertige Arbeit nach Kräften auszuschliessen bemüht sind – doch einmal irgendwo «klemmen» sollte.
Zum ganzheitlichen Konzept des neuen Lagerzentrums in Villmergen gehört auch eine Photovoltaik-Anlage auf dem Dach und an der Fassade, die jährlich über 1300 Megawattstunden Solarenergie liefern und den Energiebedarf des Zentrums zu etwa 80% decken soll. In der Gesamtanlage entstehen rund 100 neue Vollzeitstellen für die Logistik sowie den Unterhalt und die Wartung der Installationen. Die logistische Feinarbeit bleibt Aufgabe der Mitarbeitenden. Die Inbetriebnahme ist für den Sommer (2025) vorgesehen.

















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