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Grossbehälter für den «Jaguar»
21. April 2026
Bei Claas in Bad Saulgau werden Maschinen für die Futterernte sowie Vorsatzgeräte für den Feldhäcksler, der auf den stolzen Namen «Jaguar» hört, entwickelt, getestet und gefertigt. Mehr Bereitstellungsfläche an den Montagelinien wurde benötigt. Bito war mit dem Umstieg auf die Grossbehälter SL 86 behilflich.

Systemwechsel am Trockenturm
21. April 2026
Automatisierung muss, wie gesagt, nicht kompliziert sein. Auch einfache, sich wiederholende logistische Vorgänge können mit Hochhubwagen wie dem EXV iGo selbsttätig ausgeführt werden. Staplerhersteller Still setzte das bei DP-Supply, einer Tochter der Deutschen Milchkontor DMK erfolgreich um.

«Logistics Townhouse» für die City
20. April 2026
Es war nur einer der zahlreichen Inputs beim Deutschen Materialfluss-Kongress, der dieser Tage parallel zum IFOY- Test Camp in Dortmund stattfand: Er widmete sich einem Konzept von Carl-Friedrich Rico zu Knyphausen, Managing Director & Co-Founder einer Logivalue GmbH in Berlin: Ein «Retail Town House» für die Innenstadt.

Gesellschaftliche Verantwortung
20. April 2026
Die Produktion von Rasierklingen war einst eine scharfe Sache – heute ist Schmalz Weltmarktführer in der Vakuumtechnik, dessen Chefs sich zugleich für Nachhaltigkeit, Bildung und regionale Entwicklung einsetzen. Dafür gab es jetzt den Verdienstorden des Landes Baden-Württemberg.

Swiss Packaging Award
20. April 2026
Gut verpackt ist halb gewonnen. Noch bis 15. Mai sind Meldungen zum Swiss Packaging Award möglich. Der Preis für die besten Verpackungslösungen wird in den Kategorien Nachhaltigkeit, Convenience, Design, Marketing, Technik / Konstruktion / Maschinensysteme und Mehrwegverpackungen vergeben.

800 Besucher beim Test Camp
17. April 2026
Zahlreiche Teilnehmer des Test Camps liessen es sich nicht nehmen, auch beim 33. Materialfluss-Kongress – erstmals in Dortmund – unter Regie von Professor Johannes Fottner dabei zu sein. Insgesamt kamen rund 800 Besucher in die Dortmunder Westfalenhalle, um rund 100 Innovationen in Augenschein zu nehmen.

Mit dem Rücken an der Wand
17. April 2026
Die Verlagerung auf die Schiene durch die Alpen hat in jüngerer Zeit massive Rückschläge erlitten. Schuld daran sind laut BLS Cargo vor allem die marode deutsche Infrastruktur und die vielen Strecken-Unterbrüche und Baustellen auf dem Nord-Süd-Korridor. Das schlägt auch auf die Personalpolitik durch.

Kion und Siemens gemeinsam im Parallel-Universum
16. April 2026
Kion will als erstes Unternehmen in Europa die neue Simulations-Software «Digital Twin Composer» von Siemens nutzen, und sucht damit auch ein Stück Unabhängigkeit vom US-Markt, auf dem bislang NVIDIA die vorherrschende Lösung darstellt, um in intelligenten Lagern die digitale und reale Welt zu verschmelzen.

Das «Ei» des Kolumbus
16. April 2026
Jetzt also auch bei Linde MH eine erweiterte Baureihe mit integrierter Lithium-Ionen-Batterie: Der grosse Vorteil ist das laut Hersteller um bis zu 35 Prozent über dem Branchen-Durchschnitt ausgeweitete Platzangebot in der Fahrerkabine, und dass der Fussraum mit dem Wegfall des traditionellen Batterieraums deutlich gewachsen ist.

«Best of Intralogistics» im Test Camp
16. April 2026
Im Rahmen des Test Camp Intralogistics und des International Intralogistics and Forklift of the Year (IFOY)-Award wurden in Dortmund die vorläufigen Zertifikate 2026 durch Jan Drömer, den Vorsitzenden der VDMA-Sektion Fördertechnik und Intralogistik an die 17 Nominierten überreicht, die jetzt in die Endrunde gehen.
Systemwechsel am Trockenturm
WAGNER Schweiz AG
Systemwechsel am Trockenturm
21. April 2026
Automatisierung muss, wie gesagt, nicht kompliziert sein. Auch einfache, sich wiederholende logistische Vorgänge können mit Hochhubwagen wie dem EXV iGo selbsttätig ausgeführt werden. Staplerhersteller Still setzte das bei DP-Supply, einer Tochter der Deutschen Milchkontor DMK erfolgreich um.

Am Produktionsstandort im niedersächsischen Beesten erhält der automatisierte Hochhubwagen - getriggert durch Sensoren der Fördertechnik - beim Eintreffen einer Palette mit sprühgetrockneten Pulverprodukten den Transportauftrag. Das Praktische dabei: Als Stand-alone-Lösung muss die Plug-and-Play-Lösung von Still, ohne komplexe Installation und komplizierte Ansteuerung, nicht zwingend in ein übergeordnetes Warenwirtschaftssystem integriert werden. Auch lassen sich Änderungen der Route schnell und einfach durchführen.
Getriggert durch Sensoren
Mit bekannten Marken wie Milram, Oldenburger und Humana Babyfood verarbeitet die DMK Group, Deutschlands grösste Molkereigenossenschaft, rund 5,5 Mrd. kg Milch jährlich. Innerhalb der Gruppe produziert DP-Supply in Beesten vor allem Fettpulverprodukte, Creamer, Dairics, Foamer, Battics, Nutrilics sowie Magermilchpulver und Lohntrocknungsprodukte für ausgesuchte Partner. Die Produkte werden für Backwaren, Suppen und Sossen, Herzhaftes, Eiscreme und Dessert sowie Nahrungsergänzung und Babynahrung nach den Anforderungen der weiterverarbeitenden Industrie innovativ entwickelt und hergestellt.
Alle Fotos: G.Knehr
Stephan Runge, Leiter der Produktion bei DP-Supply: «Mit unserer Erfahrung bei der Herstellung sprühgetrockneter Emulsionen operieren wir inzwischen weltweit für die Lebensmittelindustrie. Damit wir auch die Anforderungen für unsere neuen Produktgruppen Nutrilics und Babyfood erfüllen können, haben wir 2019 zusätzlich einen Trockenturm, bei dem oben die eingesprühten Emulsionen auf ihrem Weg nach unten trocknen, mit modernster Sprühtechnik installiert.»
Perfekter Einstieg
Heute werden am Standort Beesten die unterschiedlichsten Emulsionen und Rezepturen gesprüht und getrocknet und anschliessend in grösseren Mengen bis in die Vereinigten Arabischen Emirate oder Westafrika exportiert. Runge: «Unterm Strich sind es rund 50.000 t Fertigprodukte, die wir in unterschiedlichen Verpackungen vom Kleinsack bis Big-Bag jährlich herstellen. Durch das erhöhte Produktionsaufkommen an 24/7 mussten wir letztendlich einfach strukturierte und immer wiederkehrende Transportprozesse automatisieren. Mit dem fahrerlosen iGo easy ist uns dabei der perfekte Einstieg gelungen.»
Viel heisse Luft am Trockenturm
Die smarte Automatisierungslösung Still iGo easy muss nicht im Warenwirtschaftssystem von DP-Supply integriert werden. Getriggert durch Sensoren und weitere Signale kann sie eigenständig Steuern. Aufwändige Installationen mit kostenintensiven Schnittstellenprogrammierungen entfallen einfach. Die Anwendung wurde auf intuitive Bedienung getrimmt und erfordert keine tiefgehenden technischen Vorkenntnisse.
Einfache Implementierung
In der Go-Live Phase wurden in nur zwei Wochen durch speziell geschulte Servicetechniker die Reflektoren für die Lasernavigation angebracht und die FTS-Parameter für Route und Übergabepunkte mit der einfachen und intuitiven Software eingepflegt. Sollte später noch etwas an der Route geändert und die Parameter in der Software anzupassen sein, ist man mit der einfachen Automatisierung flexibel.

«Durch seine besonders einfache und schnelle Inbetriebnahme, über die intuitive Bedienoberfläche bietet uns die Plug-and-Play- Lösung die perfekte Option für die Automatisierung einzelner logistischer Transportprozesse mit nur einem FTS. Bei weiteren Produktionssteigerungen können wir mit zusätzlichen FTS flexibel reagieren», so der Produktionsleiter. Innerhalb der Lagerumgebung lassen sich Reflektoren für die Laser-Navigation schnell montieren.
Fahrauftrag per WLAN
Die Auftragsvergabe für die Transporte des FTS wird in zwei Stufen durchgeführt. Sobald eine Palette am Übergabeplatz der Fördertechnik eintrifft, oder am Haubenstretcher verpackt ist, werden I/O-Signale mit einem Sensor ausgelöst und als Fahrauftrag per WLAN an das Fahrzeug übermittelt. Einmal eingeleitet werden beim Eintreffen der Paletten aus der Produktion die Transporte fortlaufend zur Haubenstretchanlage und von dort aus zu den sieben Bodenstellplätzen im Blocklager an 24/7 durchgeführt.

Lemke: «Nach einer statistischen Kapazitätsabschätzung lassen sich rund zehn Transporte pro Stunde durchführen. Dabei liegt die Gesamtverfügbarkeit unserer Anlage nach den aktuellen VDI-Richtlinien bereits bei 98 Prozent.» Mit dem permanenten Laserscan der Umgebung navigiert der EXV iGo nach der Triangulationsmethode. Dazu werden Reflektoren an relevanten Punkten aufgestellt, die mit der einfachen Inbetriebnahmesoftware im Layout entlang der Fahrstrecken errechnet werden und sich bei Bedarf flexibel ändern lassen.
10 Transporte / Stunde
Der Produktionsleiter ist überzeugt von dieser Art der Navigation: «Sobald mindestens drei Reflektoren erkannt werden, wird die gegenwärtige Position anhand des Abstands und des Winkels zu den einzelnen Reflektoren berechnet». Stefan Schuster, Service-Techniker in Bremen: «Nach der Installation der Reflektoren erstellen wir mittels der Triangulation Navigationskarten für das FTS. Diese Art der Navigation ist sehr präzise. Um Installationskosten zu senken, können wir aber auch bereits mit Hilfe der Kontouren der Lagerhalle navigieren». Zudem können Routen und Fahrstrecken mit der Still-Software grafisch per Drag-and-Drop schnell geändert werden.
Gerd Knehr

















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