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Software selbst generieren

29. Juni 2026

Vier «Newcomer» kämpften beim IFOY Start-up of the Year um den Sieg. Andere hätten vielleicht eher dem start-up Koiotech mehr Punkte gegeben, dessen Drive-Through-Gate auch nicht ganz so neu scheint. Aber mehrheitlich durchsetzen konnte sich schliesslich «Pyck» mit seinem Open-Source-Toolkit für`s Warehouse. 

 IFOY startup and special pyck3 310

Das Start-up aus Schwäbisch Hall hat einen Baukasten entwickelt, der mithilfe Künstlicher Intelligenz Lagerprozesse modelliert und daraus automatisch Software generiert. Anders als herkömmliche Warehouse-Management-Systeme gibt Pyck keine festen Abläufe vor: Logistikexperten können Prozesse, Datenmodelle und Benutzeroberflächen flexibel selbst gestalten und erweitern.

Abläufe selbst gestalten

Durch den Open-Source-Ansatz behalten Anwender zudem die Kontrolle über ihre Daten und vermeiden die Abhängigkeit von einzelnen Software-Anbietern. Die Jury würdigte insbesondere den revolutionären Ansatz der Lösung. Pyck stelle einen überzeugenden Gegenentwurf zu klassischen, oft starren WMS-Systemen dar.

IFOY startup and special pyck 310

Pyck eröffne Unternehmen neue Freiräume bei der Gestaltung ihrer Prozesse. Die hohe Flexibilität, Zukunftsfähigkeit und das Potenzial, den WMS-Markt nachhaltig zu verändern, gaben letztlich den Ausschlag für den Sieg, so das Urteil der Jury.

Das Video hierzu

 

Wiltsche`s Entladesystem

Nach einem Kopf-an-Kopf-Rennen in der Kategorie Special of the Year ging Wiltsche Fördersysteme mit Destuff-it, einem mobilen Container-Entladesystem aus Kanada, über die Ziellinie. Die batteriebetriebene Anlage unterstützt Mitarbeitende beim Be- und Entladen von Paketen bis zu 74 kg. Ein höhenverstellbares Förderband bringt die Anlage direkt an die Ladung heran, sodass schwere Hebe-, Dreh- und Streckbewegungen weitgehend entfallen. 

IFOY startup and special Wiltsche2 310

Wer auch vor 40 Jahren schon mal Pakete sortiert hat und Container im Akkord be- und entladen musste, der weiss, dass es solche Systeme schon seit Jahrzehnten gibt. Den meisten Anwendern und Malochern am Band war das jeweilige Umpositionieren der Stellage in die jeweils günstigste Handhabungs-Höhe zu umständlich und letztlich doch wieder um einige Sekunden zu zeitintensiv.

Flexible Positionierung

Wiltsche`s Vorteil liegt in der Flexibilität des Gurtbands innerhalb des Containers und der hohen Manövrierfähigkeit des Systems – sowohl im Container als auch im Lager. Die Anlage kann problemlos von Tor zu Tor bewegt werden, läuft mit Batteriebetrieb und kann um Einiges leichter als zahlreiche Vorgänger-Kombinationen von Tor zu Tor bewegt werden, was den Durchsatz erheblich steigert und dabei Verletzungen fast vollständig eliminiert.

IFOY startup and special Wiltsche 310 Fotos: IFOY

Die Jury würdigte insbesondere den hohen Praxisnutzen: Destuff-it adressiere eine der grössten Herausforderungen der Logistikbranche – die körperliche Belastung der Mitarbeitenden. Als robuste und wirtschaftliche Lösung schliesse das System die Lücke zwischen manueller Entladung und einer noch nicht verfügbaren Vollautomatisierung in dem Segment. 

Siehe auch das Video 

Das komplette Video zur Preisverleihung

www.ifoy.org








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