Der Schweizer Bundespräsident Guy Parmelin liess es sich Anfang Juli nicht nehmen, an der offiziellen Einweihung des erweiterten Werks von Stadler in Salt Lake City und dem zehnjährigen US-Jubiläum des Bahnherstellers teilzunehmen. Bis zu 300 neue Arbeitsplätze sollen entstehen. ![]()
Mit der 22’761 Quadratmeter messenden neuen Fabrikhalle im US-Bundesstaat Utah erhöht sich die Gesamtfläche der Produktionsanlagen des Schweizer Herstellers in den Vereinigten Staaten auf 44’128 Quadratmeter. Die Fabrikerweiterung soll bis zu 300 neue Arbeitsplätze vor Ort schaffen, darunter auch zahlreiche Ausbildungsplätze für Jugendliche.
300 Arbeitsplätze
«Dieser Meilenstein spiegelt wider, wie weit wir in den letzten zehn Jahren gekommen sind. Es zeigt unser langfristiges Engagement für den Bau von Zügen, die Schaffung von Arbeitsplätzen und Investitionen in die amerikanische Fertigungsindustrie», so Martin Ritter, CEO von Stadler North America.
Der erweiterte Standort umfasst eine neue Schweisshalle, eine Strahlkabine, eine Montagehalle, eine Lagererweiterung sowie eine Halle für die elektrische Vormontage – wodurch die Produktionskapazität von Stadler in den USA weiter gesteigert wird.
Peter Spuhler, Verwaltungsratsvorsitzender von Stadler, hob die strategische Bedeutung des US-Marktes für das weltweite Wachstum des Unternehmens hervor.
Ein «echter US-Hersteller»
Spuhler: «Heute ist ein Tag des Stolzes und der Dankbarkeit. Vor zehn Jahren haben wir eine strategische Entscheidung getroffen. Wir haben in eine eigene Fabrik in den Vereinigten Staaten investiert. Wir haben an das Potenzial des amerikanischen Marktes geglaubt. Im Laufe des letzten Jahrzehnts hat sich Stadler als echter amerikanischer Zughersteller etabliert. Unser Erfolg wurde Schritt für Schritt, Projekt für Projekt und Kunde für Kunde aufgebaut.»

Im Rahmen der Veranstaltung fand auch der feierliche Spatenstich für die CNC-Halle statt, in der künftig Seiten-, Boden- und Dachpaneele aus Aluminiumprofilen mit computergesteuerten Maschinen präzise zugeschnitten und für die anschliessende Verschweissung vorbereitet werden.
Spatenstich für die CNC-Halle
Damit läutet Stadler die nächste Ausbauphase in den USA ein. Vertreter der Federal Railroad Administration und des Bundesstaates Utah betonten in ihren Reden die Wichtigkeit von Stadler als innovativer Hersteller von Schienenfahrzeugen. Bundespräsident Guy Parmelin hob in seiner Rede die engen wirtschaftlichen Beziehungen zwischen der Schweiz und den Vereinigten Staaten hervor.

Stadler baut seit 2016 Züge in Utah. Nachdem das Unternehmen zunächst von einem gemieteten Standort aus tätig war, errichtete es seinen festen Produktionsstandort in Salt Lake City, der 2019 offiziell eröffnet wurde. Heute beschäftigt Stadler US vor Ort 674 Mitarbeitende und baut seine Belegschaft sowie seine Kapazitäten weiter aus.
Ein Jahrzehnt Wachstum
Das Werk in Salt Lake City spielt eine entscheidende Rolle bei der Umsetzung grosser Bahnprojekte im ganzen Land, darunter Züge für Caltrain (Kalifornien), Metra (Chicago), TexRail (Fort Worth, Texas) und MARTA (Atlanta).
Im Anschluss an das offizielle Programm erhielten Medienvertreter und Gäste Zugang zu exklusiven Führungen hinter die Kulissen, einschliesslich eines Einblicks in die Produktion von laufenden Projekten.
Das Video mit Guy Parmelin und Peter Spuhler
in Salt Lake City



















